Wie stellt man auf BARF um?

Hier gibt es einige Möglichkeiten: sofortige komplette Umstellung, eine Mahlzeit Fertigfutter - eine Mahlzeit Barf oder auch erst leicht gegartes/gekochtes Fleisch anbieten und langsam auf rohes Fleisch umstellen. Welche Variante man wählt, sollte man vom jeweiligen Hund abhängig machen.

Beginnen sollte man mit nur einer Fleischsorte. Am besten Rind, denn davon sind sowohl Muskelfleisch als auch Innereien und Pansen leicht erhältlich. Bei Knochen startet man am besten mit Hühnerhälsen.

Bei Gemüse und Obst sollte man sich auch auf 1-2 Sorten beschränken. Am besten geeignet sind hier Karotte, Salat, Gurke, Apfel oder auch Banane. Diese werden von den meisten Hunden gut vertragen.

Verträgt der Hund diese Zutaten über einen Zeitraum von einigen Wochen, kann man langsam beginnen, den Speiseplan zu erweitern - weitere Fleischsorten dazuzunehmen und die Gemüse-/Obstration abwechslungsreicher gestalten.

Bei der Knochenfütterung sollte man seinen Hund genau beobachten. Gibt man zu schnell härtere Knochen kann dies die Verdauung überfordern. Findet man Knochenstücke im Kot, wird noch nicht ausreichend verdaut und man sollte weiterhin nur weiche Knochen wie zB Hühnerhälse füttern. Hat der Hund harten, hellen Kot (sogenannten Knochenkot), sollte man die Menge der Knochen verringern bzw. auf mehrere Tage aufteilen. Vorsicht ist auch geboten bei Hunden die Schlingen.

 

Muss jede Mahlzeit ausgewogen sein?

Nein, die Fütterung sollte über einen Zeitraum von ungefähr 4 Wochen ausgewogen sein.

 

Hunde die kein rohes Fleisch mögen....

Hier kann man versuchen, dem Hund durch leichtes Anbraten bzw. kurzem Überbrühen mit kochendem Wasser das Fleisch schmackhaft zu machen. Danach verringert man langsam die Brat-/ Kochzeit.

 

Fleisch stückig oder gewolft?

Beides ist möglich. Generell ist stückiges Fleisch dem gewolften vorzuziehen. Ausnahmen sind hier Welpen, kleine Hunde oder auch alte/zahnlose Hunde. Für diese ist gewolftes Fleisch von Vorteil. Ausserdem lassen sich Gemüse bzw. Futterzusätze sowie Medikamente leichter in gewolftem Fleisch "verstecken".

 

Knochen

Bei der Knochenfütterung sollte einiges beachtet werden.

- Keine gekochten Knochen verfüttern, da diese scharf splittern und den Hund verletzen können.

- Nicht zu viele Knochen auf einmal, dies kann zu Knochenkot und im schlimmsten Fall zu Verstopfung führen.

- Keine Knochen füttern, an denen wenig bis gar kein Fleisch mehr dran ist. Das Fleisch/Knochen-Verhältnis sollte bei 50:50 liegen.

- Auf eine ausreichende Kalziumversorgung und ein passendes Kalzium-Phosphor-Verhältnis achten.

- Vorsicht bei Knochen von älteren Tieren zB. Suppenhuhn.

- Bei Hunden die schlingen kann man auch gewolfte Hühner-/Putenhälse verfüttern.

 

Pansen

Man sollte hier nur den grünen, ungewaschenen Pansen füttern, da nur hier noch alle Nährstoffe vorhanden sind. Gewaschener, weißer Pansen ist für den Hund fast wertlos.

 

Innereien

Die Innereien-Portion sollte auf mehrere Tage aufgeteilt werden. Ein zuviel an Leber und/oder Niere auf einmal  löst bei vielen Hunden Durchfall aus.

Am besten teilt man die gesamte Innereien-Portion folgendermaßen auf: 1/3 Herz, 1/3 Leber und 1/3 Niere, Lunge, Milz.

 

Warum das Gemüse/Obst pürieren oder leicht dünsten?

Hunde können rohes Gemüse/Obst nicht verwerten, da die zellulosehaltigen Pflanzenzellwände für den Hundemagen nicht verdaulich sind. Püriert man das Gemüse hingegen bzw. dünstet es kurz, werden die Zellwände aufgebrochen und für den Hund verwertbar gemacht.

Aber warum soll man eigentlich Gemüse füttern? Nun, Hunde benötigen eine gewisse Menge an schwer- bzw. unverdaulicher Nahrung für eine funktionierende Verdauung und die Gesunderhaltung der Darmflora. Ausserdem liefern Gemüse/Obst auch einige sekundäre Pflanzenstoffe, welche sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

 

Was Hunde nicht fressen sollten

Es gibt einiges, was Hunde nicht fressen sollten bzw. für sie giftig ist.

Hierzu zählen unter anderem: Avocado, Melanzani, Weintrauben/Rosinen, rohe Hülsenfrüchte, rohe Kartoffel, grüner/gelber Paprika, unreife Tomaten, Quitten, Zwiebeln, Alkohol, Schokolade/Kakao, Kaffee/Koffein, Süßstoff/Xylit. Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Also besser einmal öfter nachlesen und sich genau informieren!

Auch eine ganze Reihe von Pflanzen (sowohl Zimmer- als auch Gartenpflanzen) ist für Hunde giftig. Hier gilt - ebenso wie für Lebensmittel - besser rechtzeitig Informationen einholen, welche Pflanzen für Hunde schädlich oder sogar giftig sind!

Barf-Shop